Eine Straßenbenennung nach Dr. Heinz Kahn
 
Die Stadt Koblenz hat viele, viele Straßen, Plätze und Gassen. Und keine von ihnen ist erkennbar nach einem ehemaligen jüdischen Mitbürger, geschweige denn nach einem Opfer des Nationalsozialismus benannt. Die einzige, scheinbare Ausnahme insoweit ist die Mayer-Alberti-Straße, benannt nach den jüdischen ehemaligen Besitzern der Kuvertfabrik Mayer-Alberti (heute: Kulturfabrik), aber das wissen nur die wenigsten, zumal kein erklärendes Zusatzschild diese Informationen dazu gibt. Stattdessen sind zahlreiche Straßen und auch Plätze nach katholischen Geistlichen benannt. Dies ist ein deutliches Missverhältnis. Wenn auch Koblenz ehemals eine katholisch geprägte Stadt war - und dies auch in den Straßennamen zum Ausdruck kommen soll -, so haben es doch auch frühere jüdische Koblenzer Bürger, gerade auch die Verfolgten des NS-Regimes, verdient, mit einer Straßenbenennung geehrt zu werden. Einer, dem es gebührt, als einer der ersten jüdischen Namensgeber einer Straße in Koblenz zu sein, ist der Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, Tierarzt und langjährige Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz Dr. Heinz Kahn.
 
Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig hat in seiner Schängel-Reihe über die Erinnerung an NS-Opfer für eine Straßenbenennung nach Heinz Kahn nachdrücklich plädiert.
 
Lesen Sie hier den Artikel im "Schängel" Nr. 48 vom 28. November 2018.